KÖSTER Betomor® Multi A
Betoninstandsetzung:
Schneller mit einem für alles ...
Die Instandsetzung strukturell geschädigter Beton- und Stahlbetonkonstruktionen gewinnt zunehmend an Bedeutung,weil in den letzten zwanzig, dreißig Jahren vermehrt mit Beton gebaut wurde. Um den Erfolg der Instandsetzungsarbeiten zu gewährleisten, muss bei Planung und Ausführung sehr sorgfältig vorgegangen werden. Reine „Betonkosmetik“, die wegen des herrschenden Zeit- und Kostendrucks allzu häufig angewandt wird, bringt auf Dauer keine Lösung – hier muss meist mit aufwendigeren und teureren Maßnahmen nachgebessert werden. Die KÖSTER BAUCHEMIE AG hat ein neues Produkt auf den Markt gebracht, das die sichere Betonsanierung einfacher und effizienter macht: KÖSTER Betomor® Multi A.
Ursachen
Von den verschiedenen Schadensursachen und -mechanismen sind überwiegend Karbonatisierung und Feuchtigkeit als treibende Kraft zu nennen. Eine grundlegende strukturelle Schädigung der Betonbauteile tritt überwiegend über Frostabsprengungen durch poröse und gerissene Oberflächen sowie durch die Aufnahme von Kohlendioxid (CO2) aus der Luft und der Feuchtigkeit auf.
Ob durch Feuchtigkeit oder Karbonatisierung – in beiden Fällen wird der im Beton enthaltene Stahl angegriffen. Dieser reagiert mit Kohlendioxid und Wasser zu Rost. Dieser Prozess, der durch mangelhafte Betonqualität und -überdeckung beschleunigt wird, führt zur Verdoppelung des Eisenvolumens. Hier entsteht der Treib- bzw. Sprengdruck, der die Struktur des Betonbauteils zerstört.
Instandsetzungsziele
Nach der Entstehung von Schadenssituationen sollte die Instandsetzung der Betonbauteile umgehend erfolgen. Die Anforderungen an die Baustoffe für eine dauerhafte und sichere Instandsetzung werden in der DAfStb Instandsetzungsrichtlinie geregelt und durch die Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“ definiert:
- Wiederherstellung des Schutzes des Bewehrungsstahls
- Ersatz der strukturell geschwächten Betonbereiche
- Abdichtung des Bauteils
- optische Angleichung an den Urzustand.
Bisherige Verfahrensweise
Zur Instandsetzung geschädigter Betonbauteile sind auf Grundlage der Instandsetzungsrichtlinie mehrere Arbeitsschritte erforderlich:
- Entfernung schadhafter Betonbereiche bis auf den tragfähigen Untergrund einschließlich Reinigung des Stahls (Reinheitsgrad SA 2 1/2) und des Betons
- Auf- bzw. Anbringen eines Korrosionsschutzsystemes
a) mineralisch (zweilagiger Auftrag zementöser Systeme)
b) auf Kunstharzbasis (zumeist mit Epoxidharzsystemen)
- Auf- bzw. Anbringen einer Haftbrücke (überwiegend auf mineralischer Basis)
- Auffüllen der Ausbruchstellen mit einem groben Reparaturmörtel
- Glätten der instandgesetzten Flächen mit einem Feinspachtel
- optische Oberflächenbehandlung, z.B. Farbanstrich
Gipsfreies Multitalent: KÖSTER Betomor® Multi A
Um die hier erforderlichen Arbeitsschritte zu optimieren und die unvermeidlichen Wartezeiten dazwischen zu verkürzen, wurden in der Forschungs- und Entwikklungsabteilung der KÖSTER BAUCHEMIE AG umfangreiche Versuchsreihen durchgeführt. Mit dem Ziel, eine planungssichere und zeitsparende Betoninstandsetzungstechnologie anzubieten.
Das Ergebnis ist ein multifunktionaler Mörtel, der die erforderlichen Arbeitsschritte und -folgen 2 bis 5 in einem einzigen Produkt kombiniert: KÖSTER Betomor® Multi A. Dessen Eigenschaften entsprechen allen gestellten Anforderungen:
- hohe Kunststoffvergütung
- zementöse Basis
- gipsfrei
- schnelle Erhärtung
- chlorid- und carbonatfrei
- Kompensierung des Schwundverhaltens
- hohe Alkalität
- Schichtdicken bis 60 mm realisierbar
- ideale Entwicklung der Druckfestigkeit
- Haftbrücke, Reprofiliermörtel und Feinspachtel in einem Produkt
Ausblick
Dieses neue Multitalent vereinfacht die Planung und Ausführung von Betoninstandsetzungen in wesentlichen Faktoren: Nach dem Freilegen der Schadstellen können alle erforderlichen Arbeitsschritte mit nur einem einzigen Mörtel abgedeckt werden. Die Kalkulation der zur Durchführung der Instandsetzungsmaßnahmen benötigten Materialen wird vereinfacht. Die Baustellenlogistik wird durch die Verwendung von Betomor® Multi A beschleunigt. Und die Wartezeiten zwischen den einzelnen Arbeitsschritten werden auf ein Minimum reduziert.
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Anrühren, auftragen und glätten – eine schnelle Sache mit KÖSTER Betomor® Multi A
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Karbonatisierung
Der im Beton enthaltene Baustahl ist durch eine dünne Oxidschicht passiviert. Diese ist durch den alkalischen pH-Wert des umgebenden Betons geschützt. Durch Aufnahme von CO2 aus der Umgebungsluft sinkt dieser pH-Wert ab. Im neutralen bzw. sauren Milieu ist diese Oxidschicht nicht mehr stabil, und der passive Korrosionsschutz wird aufgehoben. Im Zusammenspiel mit Feuchtigkeit beginnt der Stahl zu rosten.